Discussion:
Warum Kant unrecht hat und darum die deutsche Kultur, die von seinem Denken geprägt wurde, falsch ist
(zu alt für eine Antwort)
Thorsten Luft
2019-06-27 01:34:21 UTC
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Das ist die Maschinenübersetzung der Analyse eines Spaniers, und ich
stimme ihm zu.

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"Der Ausdruck von Kant kann nur verstanden werden, wenn der Wille der
einzige ist, der sich auf die Einhaltung des moralischen Gesetzes
bezieht, und dies deshalb, weil Kant nicht nach den Grundlagen der
Ethik in den von der menschlichen Natur gekennzeichneten Zielen sucht,
d. H die natürliche Ordnung, von der das Naturgesetz abgeleitet ist,
sucht sie aber in abstrakter Vernunft."

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Abstrakte Vernunft bedeutet praktisch sich selbst zum Objekt zu machen.
Und wer sich selbst nur als Objekt sieht, respektiert auch die
Individualität seiner Mitmenschen nicht. Resultat: Kollektivismus und
Forderung einer genormten Leitkultur - typisch deutsch.

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"Das moralische Gesetz, das Kant in der Vernunft findet, legt fest,
dass ein guter Wille das ist, was aus Pflicht wirkt. Es reicht dann
nicht aus, eine Handlung entsprechend der Pflicht auszuführen. Kant
nimmt das Beispiel der Erhaltung des eigenen Lebens. "Das Leben zu
bewahren ist eine Pflicht, und außerdem hat jeder die unmittelbare
Neigung, es zu bewahren." (5) Das sind die beiden Annahmen. Wenn ich
mein Leben nur deshalb bewahre, weil ich dazu geneigt bin, hat mein
Handeln nach Kant keinen moralischen Wert. Um diesen Wert zu haben,
muss ich handeln, weil es meine Pflicht ist, mein Leben zu retten, das
heißt durch ein Gefühl moralischer Verpflichtung."

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Sich selbst und andere nur als Objekt zu sehen, aber dann als
Scheinsubjekt Pflichten nicht nur äußerlich sondern aus Überzeugung
(wer ist überzeugt?) für einen höheren Zweck zu erfüllen, diese
Schizophrenie ist IMHO die Quelle von linksgrünem Gutmenschentum
(Moralismus) und Gesinnungsterror, von dem deutsche Konservative aber
auch nicht frei sind. Denn wenn man sein Ego negiert, wer kann denn
dann noch handeln? Das ist buddhistische Scheiße, säkular eingewickelt.

---

"Unter Pflichthandeln versteht Kant, dass aus Ehrfurcht vor dem
moralischen Gesetz zu handeln ist, dessen wesentliches Merkmal seine
Universalität ist. So kommt Kant zu seinem berühmten kategorischen
Imperativ: "Ich muss immer so handeln, dass ich gleichzeitig möchte,
dass meine Maxime universelles Gesetz ist."

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Ehrfurcht vor einem universellen moralischen Gesetz, völlig abstrakt
und unpersönlich, ist pures Pharisäertum. Der säkulare Protestant Kant
ist zurückgefallen in die jüdische Gesetzlichkeit vor Jesus und hatte
auch noch die Eier, das in Deutschland als Aufklärung auszugeben. Und
auf diesem Niveau sind die Deutschen bis heute.

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Mit dem kategorischen Imperativ sind die Handlungen an sich gut und
nicht, weil sie als Mittel zu einem Zweck dienen, der einem
hypothetischen Imperativ entsprechen würde. "Der kategoriale Imperativ,
der erklärt, dass eine Handlung an sich objektiv notwendig ist, ohne
auf einen Zweck Bezug zu nehmen, dh ohne einen anderen Zweck als sich
selbst, gilt als apodiktisches praktisches Prinzip." (7)

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Nach der Objektivierung der individuellen Person wird also auch noch
die konkrete Handlung dieser Nicht-mehr-Person zum reinen Dienst für
einen Zweck objektiviert. Alles was bleibt, ist Leere, absolut zum
Kotzen.

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Kant versucht zu rechtfertigen, wie dieser kategorische Imperativ
notwendigerweise mit dem Begriff des Willens eines rationalen Wesens
zusammenhängt. Kant erklärt, dass, wenn ein Ziel allein durch die
Vernunft festgelegt ist (und nicht durch den Appetit oder das
subjektive Verlangen, das zu hypothetischen Imperativen führen würde),
dieses Ziel für alle rationalen Wesen gültig sein wird und daher als
Grundlage für einen Imperativ dienen wird kategorische Verknüpfung des
Willens aller rationalen Wesen.

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Nachdem sowohl das Individuum als auch seine Handlungen objektiviert
wurden - wo sollen der Wille und die Rationalität denn herkommen? Aus
dem Vakuum der totalen Abstraktion? Aus der Ehrfurcht vor dem
kosmischen Gesetz, dem, genau wie dem Menschen, keine Persönlichkeit
und Individualität zugestanden wird? Aber wer ist denn dann
ehrfürchtig? Und wozu überhaupt?

Aber diese Frage stellt ja kein davon geprägter Deutscher. Stattdessen
genießt er nicht einfach leckeres Essen sondern rationalisiert seinen
Genuß mit irgendwelchen Gesundheitsgründen, und fängt kurz darauf an,
von seiner letzten Krebs-OP zu erzählen. :((

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"Hierfür setzt Kant alle rationale Natur und damit den Menschen als
Selbstzweck." (9)

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Und nachdem Kant sowohl das Individuum als auch seine Handlungen
entleert hat, erklärt er "den Menschen", den es dadurch nicht mehr
gibt, zum Selbstzweck - als "Ding an sich" - als Gattungswesen, als
Tierart?

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"Es ist ebenso offensichtlich, wie diese kantische Ethik
notwendigerweise aus seiner Erkenntnistheorie hervorgeht, die die
Möglichkeit metaphysischen Wissens, Dinge an sich zu wissen,
verweigert."

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Nach der Individualität und der Handlungsfähigkeit spricht uns Kant
also auch noch die Erkenntnisfähigkeit höherer Dinge ab, aber dem
universelllen Gesetz sollen wir gehorchen - warum?

Ich denke, das reicht jetzt. Es gab wohl niemals in der Geschichte der
Menschheit einen sog. Philosophen, der seine Landsleute dermaßen
entwürdigt und erniedrigt hat. Und wir wissen, wie sehr Deutschland von
seinem absurden "Denken" geprägt wurde. Welche Folgen das hatte und
immer noch hat.

Wo befindet sich das Grab von diesem Hurensohn? Es muß zerstört werden,
so wie er im Namen einer falschen Aufklärung den Geist der Deutschen
für immer zerstört hat.

Was der Mann gemacht hat, ist Kadavergehorsam zu rationalisieren um die
die Flamme der Aufklärung zur trüben Funzel der Sklavenmoral zum Nutzen
der Regierung umzuformen. Schande über ihn auf ewig! :((
Franz Glaser
2019-06-27 08:00:55 UTC
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Post by Thorsten Luft
Der säkulare Protestant Kant
ist zurückgefallen in die jüdische Gesetzlichkeit vor Jesus und hatte
auch noch die Eier, das in Deutschland als Aufklärung auszugeben.
Der "Jesus" hat doch "eh nur" die damals rundherum "moderne" Stoa aufs
Judentum aufgepropft: "... dann halte auch die andere Wange hin" statt
"Auge um Auge, Zahn um Zahn".


GL (Fup2 ignoriert)
--
„Wie von einer Klippe so nimm Abstand von einem noch nie gehörten und
ungewöhnlichen Wort!“
(Caesar)
Thorsten Luft
2019-06-28 04:09:48 UTC
Permalink
Post by Franz Glaser
Post by Thorsten Luft
Der säkulare Protestant Kant
ist zurückgefallen in die jüdische Gesetzlichkeit vor Jesus und
hatte auch noch die Eier, das in Deutschland als Aufklärung
auszugeben.
Der "Jesus" hat doch "eh nur" die damals rundherum "moderne" Stoa
aufs Judentum aufgepropft: "... dann halte auch die andere Wange
hin" statt "Auge um Auge, Zahn um Zahn".
GL (Fup2 ignoriert)
Es war der hebräisch-römische Agent und Pharisäer Saulus aka Paulus,
der im Auftrag des römischen Kaisers die staatsgefährdende Lehre des
Jesus mit griechisch-römischer Stoa vergiftet und dadurch zum
machtkompatiblen Herrschaftsinstrument verzerrt hat.

Kant hat dann nur den Mythos entsorgt, in den Paulus die Stoa
eingewickelt hatte, und das dann als Aufklärung verkauft. Die Stoa
selbst hat er aber nicht in Frage gestellt.

Kant hat mit der französischen Aufklärung dasselbe gemacht, was
"Paulus" mit der Jesuslehre gemacht hat. Das bedeutet, daß Deutschland
niemals eine echte Aufklärung hatte. Ein schönes Beispiel ist Habermas,
der in den Medien gerade so ekelhaft beweihräuchert wurde.

Die deutschen Säkularen, egal ob sie sich Antitheisten, Naturalisten
oder evolutionäre Humanisten nennen, sind einfach nur moderne Pfaffen.
Darum sind sie auch kompatibel zu Konservativen, und dadurch ist es
möglich, daß eine AfD sich ohne massiven Protest mit dem Label
Aufklärung schmücken kann.

Geistig ist Deutschland ein stinkender Sumpf, und keine Hoffnung, daß
ihn jemand trockenlegen wird. Denn die Leute sind an den Gestank so
gewöhnt, daß sie ihn gar nicht mehr wahrnehmen. Zustände sind das...
:((
Jens Wagner
2019-08-04 23:00:55 UTC
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Post by Thorsten Luft
Neigung, es zu bewahren." (5) Das sind die beiden Annahmen. Wenn ich
mein Leben nur deshalb bewahre, weil ich dazu geneigt bin, hat mein
Handeln nach Kant keinen moralischen Wert. Um diesen Wert zu haben,
muss ich handeln, weil es meine Pflicht ist, mein Leben zu retten,
das heißt durch ein Gefühl moralischer Verpflichtung."
Ich darf mir laut Kant also kein veganes Gericht bestellen, weil es mir
schmeckt, sondern nur um Tiere und das Klima zu schützen. Genuß mit
Moral zu begründen (X ist gesund, das ist gut gegen Y) ist in D
Volkssport, und daran kann man sehen, wie sehr dieser mißgünstige
Königsberger Tugendbolzen ganz Deutschland geistig verstümmelt hat.
Wenn er nicht schon lange tot wäre, müßte man ihn erschießen.
Post by Thorsten Luft
Kant versucht zu rechtfertigen, wie dieser kategorische Imperativ
notwendigerweise mit dem Begriff des Willens eines rationalen Wesens
zusammenhängt. Kant erklärt, dass, wenn ein Ziel allein durch die
Vernunft festgelegt ist (und nicht durch den Appetit oder das
subjektive Verlangen, das zu hypothetischen Imperativen führen
würde), dieses Ziel für alle rationalen Wesen gültig sein wird und
daher als Grundlage für einen Imperativ dienen wird kategorische
Verknüpfung des Willens aller rationalen Wesen.
Kantianischer Sex - nicht aus Lust, sondern als rationale Pflicht, um
Kinder zu zeugen fürs Vaterland. Und natürlich nur am Wochenende durch
eine "kategorische Erektion", um unter der Woche die Arbeitskraft nicht
zu schwächen. Kant war kein Philosoph. Kant war geisteskrank. Und
geisteskrank ist jeder Deutsche, der von Kant beeinflußt wurde. Also
praktisch alle.

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